Montag, 31. Juli 2017

Rezension | Ja zum Nein von Kirstin Nickelsen



In diesem Buch "Ja zum Nein", geht es darum zu erlernen, dass man nicht immer Ja sagen muss und in einem Nein sehr viel Kraft steckt. Ich habe dieses Buch wirklich verschlungen und auch, wenn ich nicht direkt in der Arbeitswelt stecke, konnte ich vieles für mich persönlich herausfiltern und dafür bin ich absolut dankbar. Auch die darin enthaltenen Übungen waren wirklich zu gebrauchen. Es waren keine 0815-Übungen sondern welche, die einen wirklich bestärken.

In diesem Buch kann man lernen sich wieder mehr selbst zu vertrauen und zu zutrauen. Wie oft sagen wir Ja, obwohl wir Nein meinen und werden uns persönlich damit untreu? Im Leben sehr, sehr oft bis zu dem Zeitpunkt wo wir lernen, dass ein Nein keinem wehtut und ein Nein auch sein auch ein Muss ist so manches Mal. Ich muss gestehen, dass seitdem ich auch mal Nein sage und meinen Bedürfnissen nachkomme, es mir viel besser geht. Für mich als Vierfachmama bedeutet das, auch mir mal eine ruhige Minute zu gönnen, für einen Arbeitnehmer bedeutet das, dass man zu Aufgaben die man aufgebrummt bekommen soll auch mal Nein sagen darf, ohne sich schlecht fühlen zu müssen. Warum auch? Warum müssen wir über unsere Grenzen leben und es allen recht machen? Nur weil wir Angst vor Ablehnung haben oder nicht mehr gemocht zu werden? Dann ist das eben so. Wenn ein Mensch es daran fest macht, ob er euch mag oder nicht, nur weil er eure Hilfe braucht oder euch wieder mehr Akten liegen lassen lässt, da er mit seinem Pensum nicht klarkommt und gegenüber dem Chef nicht Nein sagen kann, dann ist das seine Zeit an sich zu arbeiten und Nein zu sagen und nicht eure. Verinnerlicht euch das. Ihr seid nicht für ihn verantwortlich und ihr müsst eure Arbeit machen und keine andere, denn dafür werdet ihr schließlich auch nur bezahlt. 

Das Buch versucht aber auch unser Sein zu bestärken, sodass wir unser eigenes Potenzial voll nutzen können. Mal ehrlich wer nutzt sein volles Potenzial? Doch niemand so wirklich oder? Zumindest nicht so lange bis man wirklich weiß und verinnerlicht hat was man kann. Dafür muss man aber wissen, müssen wir wissen was wir investieren möchten an Zeit. Bei mir ist es zum Beispiel so, dass ich meinen Blog habe, meine Kinder, meinen Job als spirituelle Lebensberaterin und schreibe jeden Abend an meinem Buch. Das ist viel. Bei mir kam mir immer meine Unschlüssigkeit in den Weg. Soll ich ein Buch schreiben? Soll ich Menschen beraten, vor allem auch spirituell und wie sieht es mit dem Blog aus? Es bloggen doch so viele, wer will mich schon lesen? Alles Gedanken vom kleinen Teufelchen auf der Schulter und dem Kobold im Kopf oder in Fachsprache: Das Ego. Ja, liebes Ego ich habe dich nun kennengelernt, dir oft zugehört aber ich habe nur dieses eine Leben und so gerne wie ich schreibe, liest man mich auch und das habe ich mittlerweile begriffen. Ich kann es nicht verleugnen und das möchte ich auch nicht. Ich sehe was ich für eine Wirkung auf Menschen habe, wie meine Arbeit oder das was ich schreibe hilft und das auch nicht eingebildet von mir, sondern ich weiß was ich von mir halte, ich kenne meinen eigenen Standpunkt und meine eigenen Grenzen, die ich in der Vergangenheit oft überschritten habe und genau zeigt dieses Buch auch auf: Gehe nur so weit wie du kannst, sei selbstbewusst, schätze dich. 

Manches Mal laufen wir doch alle am Stopp-Schild vorbei und merken dann, dass unser Körper und wir nicht mehr können. Wir sind ausgelaugt, vergesslich, vielleicht sogar auch depressiv - was auch immer wir sind, wir sind über unsere Grenzen hinausgegangen. In dem Buch wurde das wahnsinnig toll geschrieben, nämlich das wir denken sollte wir würden selbst etwas auf einem Feld anbauen. Lieber weniger anbauen und gutes ernten, als viel anbauen und sich nachher überarbeitet fühlen weil wir das Feld einfach nicht bearbeiten können. Auch wenn das mal passiert und ihr einen Fehler gemacht hat, dann akzeptiert euren Fehler. Fehler sind da um gemacht zu werden. Blickt nicht in die Vergangenheit zurück und nicht in die Gegenwart, schaut in diesem Moment was ihr möchtet und braucht. Das Jetzt ist von Wichtigkeit - nichts anderes. 

Die Autorin schreibt auch, dass eine gewisse Komfortzone total in Ordnung ist. Sie schenkt uns Sicherheit und kann auch an ein Ritual gebunden sein. So wie bei mir: Das Lesen und am Buch schreiben findet im Bett statt. Oder für euch ist es vielleicht ein Eis auf dem Balkon. Belohnt euch aber ruht euch nicht aus und lasst eure Komfortzone zur Teufelszone werden, in dem ihr euch sagt:"Ach, mache ich das morgen. Läuft doch gerade so gut. Ich belohne mich jetzt." Ihr dürft euch belohnen aber denkt dran, wenn dieser Gedanke stetig in eurem Kopf ist, wird dies nachher zur Gewohnheit und wird euch in eurem Vorhaben nicht unterstützen oder voranbringen. Also: Gönnt euch den Tag der Komfortzone oder dann wenn ihr etwas geschafft habt, was ihr gerne möchtet. Ich bin davon nicht frei gewesen. Frei nach dem Motto "Bloggen kann ich morgen noch" aber ich möchte mit meinem Blog und das schreibe ich mir ehrlich von der Leber etwas erreichen. Ich liebe das Lesen und freue mich auf Rezensionsexemplare und ich liebe das Schreiben. Ich verbinde es. Wie oft habe ich schon vieles aufgeschoben und hatte dann ein schlechtes Gefühl, es nicht gemacht zu haben, dass Buch aber bekommen zu haben. Mit "so einer" mag man auf Dauer doch nicht zusammen arbeiten und deswegen: Einen Plan machen, Struktur bekommen und den inneren Schweinehund besiegen. Wie schrieb man mir so schön? Einfach anfangen und zack, es bewegt sich etwas. Sollte ein Tiefpunkt kommen vermeidet und das schreibt sie in ihrem Buch auch ganz klar "Ich muss"-Sätze. Ersetzt diese durch "Ich möchte." Als ich das las wurde mir vieles bewusst, was ich so möchte. Dazu aber in einem anderen Blogeintrag später mehr.

Weg also mit den Glaubenssätzen, den Vorwürfen, dem Ego und den Arbeitskollegen die einen nur mehr belasten wollen. Steht zu euch und eurem Nein. Seid der, der ihr seid und lebt das auch. Dazu helfen euch in diesem Buch die Übungen mit einigen Fragen (Wann bin ich mutig? Wann blockieren mich meine Ängste?) sicherlich weiter und sie schreibt auch, dass man diese Übungen nicht nur lesen, sondern verinnerlichen und machen soll. Direkt und nicht auf Umwegen. Dazu hilft auch ihre SMART-Regel aber auch die Kommunikations-Regeln. Sie spricht hier auch klar von Sender und Empfänger, oft findet sich da auch der Haken. Das lässt sich wieder nicht nur auf das Arbeitsleben beziehen, sondern auch auf zwischenmenschliche Beziehungen. Es ist immer anwendbar und das macht ihr Buch so toll. Ich habe daraus viel mitnehmen können und hoffe, dass ihr nun auch auf den Geschmack dieses Buches gekommen seid. Es ist absolut zu empfehlen und bei mir hat sich dadurch so viel geändert, Wahnsinn! Wie ihr wisst, ist das meine eigene Meinung und keine vorgefertigte die ich nur einfüge oder abtippe. Dieses Buch hat jedenfalls seine Aufmerksamkeit verdient und jeder von euch auch das Glück und die Zufriedenheit der er verdient und braucht.
Kooperation - Diese Rezension findet ihr auch auf Lovelybooks.




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Sandra
2 Comments
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Kommentare:

  1. Das Buch steht auch bei mir auf der Wunschliste. Und auch genau mein Thema, wenn ich mir deine Rezension so anschaue. Danke dafür :) Bin schon gespannt aufs Selber-Lesen

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    1. Liebe Nadine,
      danke für dein Kommentar bei mir. Freue mich sehr. :) Ja, dass Buch ist echt super und man kann auch selbst vieles für seinen Alltag daraus ziehen. Das war das, was ich so toll an dem Buch fand. Ich hoffe du hälst es bald in deinen Händen und liest dann los. Würde mich dann über ein Feedback freuen, wie du es gefunden hast.

      Liebe Grüße,
      Sandra.

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